HeuteWochenendekompl. Programm

Kirchen Und Kino

Im OSCAR Kulturspielhaus, Klosterkamp 9 in OHZ
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Das Projekt Filmtip Kirchen und Kino: Ein Verhältnis zwischen heftiger Ablehnung und gesuchter Nähe. Dabei sind die Berührungspunkte größer als angenommen, denn zentrale Momente eines jeden Lebens: Liebe, Hoffnung, Treue, Hingabe, Vertrauen, Leiden, Sterben, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Lebens- und Liebessehnsucht sind die Themen des Films, zugleich aber auch Kernthemen christlichen Glaubens. Gründe genug, dass die Christen und der künstlerisch autonome Film sich gegenseitig wahrnehmen und ihr jeweils eigenes Wissen, wie denn Leben gelingen könnte, ins Gespräch bringen.

Kirchen + Kino. Der Filmtipp, ein ökumenisches Projekt, präsentiert Filme, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz als Film des Monats bzw. als Kinotipp der katholischen Filmkritik hervorgehoben wurden. Es sind überzeugende Filme, die unabhängig von ihrer jeweiligen geistigen Beheimatung die Sehnsucht nach dem Anderen, nach einem ›Mehr des Lebens‹,
aufrecht erhalten.

Der Filmtipp zeigt gelungene Filme verschiedener Genres.

Der Filmtipp möchte anregen zum genauen Hinsehen und Lust am Sehen vermitteln, aufklären und zugleich pures Kinovergnügen bereiten.
 
Lassen Sie sich ein auf die Welt und die Welt des Kinos.

Bitte klicken Sie auf den Filmtitel, um zum Ticketshop zu gelangen.

'UNDINE' am 03. Oktober 2021

Als eine junge Stadthistorikerin von ihrem Freund verlassen wird, holt sie der Fluch des alten Wasserfrau/Undine-Mythos ein. Statt aber den Mann zu töten, der sie verraten hat, verliebt sie sich aufs Neue. Der Film verschränkt dabei seine metaphysische Liebesgeschichte kunstvoll mit einer Hommage an die Wasserstadt Berlin und Anspielungen auf Genreklassiker.

'YALDA' am 07. November 2021

Eine wegen Mordes verurteilte Frau kann der Todesstrafe entkommen, wenn sie in einer TV-Sendung ein Millionenpublikum dazu bewegt, ihr zu verzeihen. Zugleich archaisch und hochmodern entfaltet die Geschichte um Schuld, Vergebung und Einschaltquoten die Wucht einer griechischen Tragödie und bedient sich dabei der filmischen Mittel des Thrillers.

'CORPUS CHRISTI' am 5. Dezember 2021

Drama um einen jungen Mann, der nach seiner Haftentlassung in die Rolle eines polnischen Dorfpfarrers schlüpft und Gutes bewirkt, weil er mit einer Tragödie in der Gemeinde auf unkonventionelle Weise umgeht. Komödie und Drama durchdringen sich blitzgescheit und verdichten sich zu einer beklemmenden Gesellschaftsstudie.

'NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER' am 09. Januar 2022

Um eine ungewollte Schwangerschaft ohne elterliche Zustimmung beenden zu können, reisen zwei Teenager aus der ländlichen Enge nach New York. Mit un- aufgeregter Genauigkeit und leiser Intensität entfaltet sich ein minimalistisches Abtreibungsdrama, das zugleich Road Movie und Coming of Age-Geschichte ist und von einer innigen Solidargemeinschaft unter Frauen erzählt.

'DER RAUSCH' am 06. Februar 2022

Vier befreundete Lehrer brechen aus dem gewohnten Trott aus, indem sie ihre Trinkfestigkeit bei einem pseudowissenschaftlichen Experiment überprüfen. Mit einem Mal bekommt ihr Leben neuen Schwung. Zwischen Euphorie und moto-rischen Einschränkungen hält Vinterbergs dramatische Komödie ein mulmiges Gleichgewicht: Kann man den Rausch feiern, ohne ihn zu entschuldigen?

'ICH BIN DEIN MENSCH' am 06. März 2022

Um an Fördermittel für ihre Studien zu kommen, erklärt sich eine Berliner Anthropologin zur Teilnahme an einem Experiment bereit und lebt drei Wochen lang mit einem humanoiden Roboter zusammen. Es entfaltet sich eine charmante Tragikomödie, die Vorstellungen von Liebe und Sehnsucht auslotet und fragt, was den Menschen ausmacht.

'DAS NEUE EVANGELIUM' am 03. April 2022

Zwischen Dokumentarfilm, Spielfilm und politischer Aktionskunst inszeniert Theaterregisseur Milo Rau eine moderne Geschichte eines schwarzen Jesus mit radikal aktuellen Bezügen. Dem Cast aus Laiendarsteller*innen gelingt eine erstaunlich gute Verbindung von spirituellem Gleichnis und politischem Lehrstück.

'NOMADLAND' am 08. Mai 2022

Nach dem Verlust ihres Jobs macht sich eine 60-jährige Witwe in ihrem Kleinbus auf eine Reise durch den Südwesten der USA. Unterwegs trifft sie auf andere Nomad*innen und eine Gegenkultur, die von Unabhängigkeit und Freiheit träumt. Großer Oscar-Gewinner des letzten Jahres, der den Mythos der Gemeinschaft ohne Sentimentalität beschwört.